Architektur und Fassade
Der Cocoon_FS Pavillon ist z. Z. in Jena anlässlich der Ausstellung des amerikanischen Künstlers Frank Stella vom 14.10.-04.12.2011 zusätzlich vor der Ausstellungshalle, dem alten Straßenbahndepot zu sehen. Der Pavillon ist aus hochbelastbaren Faserverbundmaterialien geformt und dient der STELLA- Ausstellung als erste Informationsstelle für die Besucher der Ausstellung.
FIBER-TECH fertigte die drei Meter hohe anspruchsvolle und sich selbst tragende Konstruktion. Das dafür eingesetzte Material ist trotz weißer Lackierung lichtdurchlässig.
Ein dafür entwickeltes Licht-Kunst-Konzept läßt den Pavillon nachts in verschiedenen Farben leuchten.
Ursprünglich wurde der Pavillon für die Wissenschaft entwickelt im Rahmen einer Forschungsgemeinschaft, die sich mit den Schalen mikroskopisch kleiner Kieselalgen befasst. Der Pavillon soll nach Jena u. a. für Messen eingesetzt werden.
Baujahr: | 2011 |
Bauherr: | Friedrich-Schiller-Universität Jena, Dezernat 4 Liegenschaften und Technik |
Architektur: | Pohl Architekten Stadtplaner, Erfurt |
Licht-Kunst-Konzept: | Julia und Prof. Göran Pohl, Jenoptik und Dilitronics |
Als Inspirationsquelle für die Kokonform des Pavillons dienten die biologischen Studien von Julia und Göran Pohl, die im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes PlanktonTech der Helmholtz-Gesellschaft entstanden. Die auffälligen Schalen der Kieselalgen und Radiolarien zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig geringem Materialeinsatz aus und eignen sich dadurch hervorragend zur Umsetzung in die Architektur. Mittels modernster mikroskopischer Verfahren wurden die biologischen Strukturen analysiert, in 3D-Daten übertragen und auf industrielle Anwendungen im Bereich Leichtbauweise optimiert. Diese Bauweise vereint die Kombination von Tragwerk und Hülle als modular aufgebautes System mit der Zusatzfunktion der Lichtdurchlässigkeit.
Die Umsetzung dieser Forschungsziele erfolgte zum ersten Mal in einem Architektur-Prototyp für die STELLA-Ausstellung. Die Konstruktion, Entwicklung und Umsetzung wurde von FIBER-TECH nach den Vorgaben des Architekturbüros Pohl in GFK umgesetzt. Es mussten 15 verschiedene Basismodule konstruiert und hergestellt werden. Insgesamt 220 Module wurden dann zu einem leichten, lichtdurchlässigen Pavillon zusammengesetzt.














